Sturz mit laufender Motorsäge: Arbeiter mit Helikopter ins Spital geflogen

(Mauren FL). Am Montag (02.11.2026) hat sich in Mauren ein Mann bei Arbeiten im Wald unbestimmt verletzt.

Er wurde mit der AP3 Luftrettung ins Spital geflogen.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unfallort: Widerberg in Mauren, Liechtenstein.
  • Datum: Montag, 2. November 2026.
  • Uhrzeit: Gegen 11.00 Uhr.
  • Tätigkeit: Entasten eines Baumes mit einer Motorsäge.
  • Unfallhergang: Der Mann rutschte auf feuchtem Waldboden aus.
  • Verletzungsursache: Kontakt mit der noch laufenden Sägekette beim Sturz.
  • Verletzung: Linker Unterarm.
  • Verletzungsgrad: Unbestimmt.
  • Erste Hilfe: Ein Arbeitskollege versorgte den Verletzten.
  • Rettung: AP3 Luftrettung.
  • Transport: Mit dem Rettungshelikopter ins Spital.

Bei Waldarbeiten mit laufender Motorsäge verletzt

Ein Mann war gegen 11:00 Uhr am Widerberg damit beschäftigt, einen Baum mit einer Motorsäge zu entasten. Dabei rutschte er auf dem feuchten Waldboden aus. Beim Sturz verletzte er sich mit der noch laufenden Sägekette am linken Unterarm. Der Mann wurde von einem Arbeitskollegen erstversorgt und anschliessend mit Verletzungen unbestimmten Grades mit der aufgebotenen AP3 ins Spital geflogen.

 

Quelle: Landespolizei Liechtenstein
Bildquelle: Symbolbild © fotokostic/iStock.com


Polizei.news informiert | Sicherheit bei Waldarbeiten

Unfälle mit Motorsägen verhindern: Sieben wichtige Regeln für sichere Waldarbeiten

Die Arbeit mit einer Motorsäge gehört zu den besonders gefährlichen Tätigkeiten im Wald. Eine scharfe, schnell laufende Sägekette kann schwerste Verletzungen verursachen. Zusätzlich erhöhen unebener Boden, Nässe, Äste und unter Spannung stehendes Holz das Risiko. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) nennt deshalb den sicheren Stand, die geeignete Ausbildung und eine vollständige Schutzausrüstung als zentrale Voraussetzungen.

1. Vor jedem Schnitt auf sicheren Stand achten

Feuchter Waldboden, loses Laub, Wurzeln und Äste können zu Stürzen führen. Wer beim Sägen das Gleichgewicht verliert, kann die laufende Sägekette nicht mehr sicher kontrollieren.

Prüfen Sie deshalb vor Arbeitsbeginn Ihren Standplatz. Entfernen Sie nach Möglichkeit Stolperhindernisse und achten Sie darauf, dass beide Füsse festen Halt haben. Bei besonders rutschigem oder unsicherem Untergrund sollte die Arbeit unterbrochen werden, bis sichere Bedingungen hergestellt sind.

2. Motorsäge immer mit beiden Händen führen

Eine Motorsäge muss während des Sägens sicher geführt werden. Dabei gehören eine Hand an den vorderen Handgriff und die andere an den hinteren Handgriff.

Vermeiden Sie das Sägen über Schulterhöhe oder aus einer instabilen Körperhaltung. Müssen Sie den Standort wechseln, betätigen Sie die Kettenbremse oder stellen Sie den Motor ab, je nach Situation und den Vorgaben des Herstellers. Tragen Sie eine Motorsäge nicht mit frei laufender Sägekette.

3. Vollständige Schutzausrüstung tragen

Die Suva empfiehlt für Motorsägearbeiten eine geeignete persönliche Schutzausrüstung. Dazu gehören insbesondere:

  • Schutzhelm.
  • Gesichts- und Gehörschutz.
  • Gut sichtbare Arbeitskleidung.
  • Geeignete Arbeitshandschuhe.
  • Arbeitshose mit Schnittschutz.
  • Festes Schuhwerk mit stark profilierter Sohle und hohem Schaft.

Die Ausrüstung muss intakt und für die jeweilige Tätigkeit geeignet sein. Schnittschutzkleidung kann die Folgen eines Kontakts mit der Sägekette verringern, bietet aber keinen vollständigen Schutz vor Verletzungen.

4. Beim Entasten besonders vorsichtig vorgehen

Beim Entasten liegen abgesägte Äste häufig unübersichtlich auf dem Boden. Gleichzeitig können Äste und Stammteile unter Spannung stehen und sich beim Durchtrennen plötzlich bewegen.

Beurteilen Sie die Lage des Holzes und mögliche Spannungen vor dem Schnitt. Planen Sie Ihre Arbeitsposition so, dass Sie nicht über Äste stolpern oder von zurückschnellenden Holzstücken getroffen werden. Arbeiten Sie nicht in einer Position, in der Sie bei einer plötzlichen Bewegung des Holzes das Gleichgewicht verlieren könnten.

5. Nur mit ausreichender Ausbildung arbeiten

Die Suva stuft Arbeiten mit Motorsägen als Tätigkeiten mit besonderen Gefahren ein. Beschäftigte dürfen solche Arbeiten im beruflichen Umfeld nur ausführen, wenn sie entsprechend ausgebildet sind.

Eine fachgerechte Ausbildung vermittelt unter anderem den sicheren Umgang mit der Säge, das Erkennen gefährlicher Holzspannungen, die richtige Schnitttechnik und das Verhalten bei besonderen Risiken. Wer wenig Erfahrung hat, sollte gefährliche Forstarbeiten nicht eigenständig durchführen.

6. Motorsäge und Sicherheitseinrichtungen kontrollieren

Vor dem Einsatz sollten die Funktion der Kettenbremse, die Kettenspannung, der Zustand der Sägekette und weitere Sicherheitseinrichtungen gemäss Betriebsanleitung kontrolliert werden.

Verwenden Sie keine beschädigte oder mangelhaft funktionierende Motorsäge. Wartungsarbeiten dürfen nur bei abgestelltem und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen gesichertem Gerät erfolgen. Beachten Sie die Vorgaben des Herstellers und lassen Sie sicherheitsrelevante Defekte fachgerecht beheben.

7. Rettung und Erste Hilfe vor Arbeitsbeginn planen

Schwere Schnittverletzungen können zu starkem Blutverlust führen. Bei Waldarbeiten ist zudem nicht immer sofort medizinische Hilfe vor Ort verfügbar.

Sorgen Sie dafür, dass ein geeignetes Erste-Hilfe-Set griffbereit ist und Hilfe rasch alarmiert werden kann. Bei starken Blutungen ist unmittelbarer, kräftiger Druck auf die Wunde wichtig. Alarmieren Sie die zuständigen Rettungskräfte und nennen Sie den genauen Standort sowie die Zufahrtsmöglichkeiten. Geben Sie bei einem Notruf auch an, wenn die Unfallstelle abgelegen oder schwer erreichbar ist.

Gut zu wissen: Ein unsicherer Stand zählt laut Suva zu den typischen Gefahren beim Arbeiten mit der Motorsäge. Auch der Rückschlag des Geräts und Personen im Arbeitsbereich können zu schweren Unfällen führen. Die Sicherheit hängt deshalb nicht nur vom Umgang mit der Säge, sondern ebenso von Arbeitsumgebung, Ausbildung und Vorbereitung ab.

Praktischer Tipp: Machen Sie vor jedem Arbeitsabschnitt einen kurzen Sicherheitscheck: Ist mein Stand sicher? Liegen Äste oder Wurzeln im Weg? Steht das Holz unter Spannung? Sind beide Hände frei für die Säge? Funktioniert die Kettenbremse? Wenn eine Frage nicht sicher beantwortet werden kann, sollte vor dem nächsten Schnitt die Situation geklärt werden.

Weitere Informationen: Weitere Meldungen zur Unfallprävention finden Sie auf Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion